Sängernachwuchs glänzte

Sängernachwuchs glänzte

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Quelle: Nahe Zeitung vom Monatg, 28. Juni 2010 

Jugendchor Magic Voices bot gemeinsam mit befreundeten Ensembles ein unterhaltsames KonzertZum „Tag der Musik“ hatte der Kinder- und Jugendchor Magic Voices ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. Der Nachwuchschor singt unter dem Dach des Gemischten Chores Sangeslust und steht unter der Leitung von Jasmin Friedt. STIPSHAUSEN. Unterhaltsame Stunden bescherte der seit 1976 bestehende Jugendchor Magic Voices den Zuhörern beim Konzert im evangelischen Gemeindehaus in Stipshausen. Unterstützt wurden die „magischen Stimmen“ von befreundeten Nachwuchssängern und -musikern: dem Kinderchor Hottenbach (Leitung Jasmin Friedt), den Orgelpfeifen und den Bambini-Orgelpfeifen aus Sulzbach (beide unter der Leitung von Ruth Weinz) sowie der Jugendkapelle Crescendo (Leitung Linda Drosse-Fickeis). Den Auftakt machte Magic Voices mit „This Is The Life“ von Amy McDonald, bevor Heinz Friedrich, der Vorsitzende des Gemischten Chores, die zahlreich erschienenen Gäste begrüßte. Nach dem Rosenstolz-Song „Ich geh' in Flammen auf“ wechselten die kleinen Sänger auf der Bühne, die Dirigentin Jasmin Friedt blieb. Der Hottenbacher Kinderchor bediente mit ihren Tokio Hotel-, Juli- und Marrit Larson-Beiträgen ein ähnliches Genre wie die Stipshausener Kinder. Gelungene SoloeinlagenDass man schon nach relativ kurzer Zeit hörenswerte musikalische Beiträge liefern kann, bewiesen das Duo Gina Marie Jung und Jana Staudt sowie die Solistin Marie Kuhn jeweils mit Instrumentalvorträgen. Einen Schritt weiter sind die kleinen Musiker des Jugendorchesters Crescendo die unter der Leitung von Linda Drosse-Fickeis mit „Oh When The Saints“, dem „Bottom Bass Boogie“, der Westernfilmmelodie „Apache“, mit „Gimme Some Lovin“, aber auch mit Schuberts „Militärmarsch“ einen Einblick in ihr Repertoire gewährten. Der Bambini-Chor der Orgelpfeifen aus Sulzbach legte unter der Leitung von Ruth Weinz den Schwerpunkt auf ein Liedgut mit Texten, die die Zuhörer zum Schmunzeln brachten. Ob beim „Schlümpfe-Lied“, dem „Papageien-Lied“ oder auch der Geschichte „Wenn der Elefant in die Disco geht“, die Kleinen hatten im Nu die Herzen der Besucher erobert. Nach der Pause starteten zunächst wieder die gastgebenden Magic Voices mit „Regenbogenzeit“ (Schloss Einstein) und „Krieger des Lichts“ (Silbermond). Unterstützt wurden sie danach beim Titel „Stadt“ (Cassandra Stehen) vom Hottenbacher Kinderchor. Auch im zweiten Teil gehörten Soloeinlagen zum Programm. Hanna Scherer (Gesang und Gitarre) präsentierte ein selbst komponiertes Stück, während Michelle Kuhn (Gesang und Keyboard) den Bette Midler-Song „The Rose“ ausgewählt hatte. Beide Solistinnen wurden mit anhaltendem Applaus für ihre gelungenen Beiträge belohnt. Viel Erfolg hatten im Anschluss die Sulzbacher Orgelpfeifen (unter der Leitung von Ruth Weinz) mit „Lauda To si“ und „Ganz egal“ (Wilson/Naujoks). Als Zugabe gab es den Evergreen „Barbara Ann“ (Beach Boys). Es war mucksmäuschenstillJasmin Friedt bewies eindrucksvoll, dass sie nicht nur mit dem Taktstock umzugehen weiß. Die Chorleiterin präsentierte mit ihrer kraftvollen Stimme „Big Black Horse“ (KT Tunstall) und den Klassiker „Halleluja“ von Leonhard Cohen, bei dem es mucksmäuschenstill im Raum war. Wie schnell man aktuelle Hits ins eigene Repertoire aufnehmen kann, zeigten die Hottenbacher und Stiebser Kinder gemeinsam mit dem Eurovision Songcontest-Siegerlied „Sattelite“ von Lena Meyer-Landrut. Nachdem der Jugendchor Magic Voices, der immerhin schon seit 1996 existiert, „Tears In Heaven“ (Eric Clapton), „Suddenly I See“ (KT Tunstall) und „If A Song“ (Marit Larson) zu Gehör brachte, ahnte man bei dem Mika-Song „Happy Ending“, dass ein unterhaltsamer Nachmittag sich langsam dem Ende zu neigte. Nach den Ehrungen verabschiedeten sich der „Stiebser“ Sängernachwuchs mit „All For Love“ (Sting, Bryan Adams, Rod Steward). Sowohl Vorsitzender Heinz Friedrich als auch Ortsbürgermeister Frank Marx hoben das große Potenzial hervor, das ganz offenkundig in den jungen Sängerinnen und Sängern steckt. Ähnlich äußerte sich auch Dajana Müller vom Kreischorverband, die die Jugend mit „aufblühenden Blumen“ und „sprudelnden Quellen“ verglich. Friedrich dankte zudem Inge Schmieden, Marianne Karl und Patrizia Müller, die sich um den Nachwuchs kümmern. (mos)